The Invitation – Die Einladung
September 17, 2016
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ARSCHENGEL

Jeden Tag begegnen wir Menschen. Sei es in der Familie, im Freundeskreis, in Schule und Arbeitsfeldern oder in unserer Freizeit. Manchmal ist es nur eine Geste oder ein Satz, der uns „auf die Palme bringt“. Wir ärgern uns, sind beschämt oder wütend. Kurz gesagt, da hat mal wieder jemand einen unserer Knöpfe gedrückt, die uns , wie eine Rakete hochgehen lassen oder dafür sorgen, dass wir uns klein und unbedeutend fühlen. Der Tansformationscoach und Autor vieler bewusstseinserweiternder Bücher, Robert Betz,  hat für diese Menschen den Begriff Arschengel kreiert.

Was meint er damit? Ja, wir ärgern uns darüber, das uns da im Gegenüber (mal wieder) jemand begegnet, der uns so nervt oder verletzt. Je mehr wir uns aber mit uns selbst beschäftigen, uns für unsere Gefühle wirklich interessieren, um so mehr verstehen wir, dass uns diese Begegnungen auf die Spur zu uns selbst bringen. Der selbstzentrierte Mensch erkennt, dass das Gefühl in unsrem Inneren sehr viel mit dem eigenen Selbstbild zu tun hat. welche Glaubenssätze werden dadurch sichtbar. Hat vielleicht der kleine Junge oder das kleine Mädchen in mir bereits in früher Kindheit Sätze zu hören bekommen wie: „Was bildest du dir ein, wer du bist?“ oder „Sei schön lieb!“

Damals konnten wir uns nicht zur Wehr setzten. Zu groß war unsere Abhängigkeit von Vater, Mutter, Erziehern oder Lehrern. So prägten sich viele Verhaltensmuster tief in unsrem Innern ein und wir verletzten uns in Wahrheit selbst, weil wir unser Herz verschlossen. Zu groß war der Schmerz, der Ablehnung und Eingrenzung in uns verursachte. Heute lebt in uns diese Unbewusstheit so lange weiter, bis wir erwachen und erkennen, dass nicht unser Gegenüber uns verletzt, sonder wir uns selber nicht genügend wertschätzen. Der bewusste Mensch dankt jedem Arschengel, der durch seine Worte oder Taten uns daran zu erinnern vermag, welche falschen Gedanken wir über uns selbst in uns tragen. Unserer Aufgabe besteht darin, uns die Gefühle in uns, die dieser Mensch auslöst anzuschauen, bejahend zu fühlen und in Dankbarkeit anzunehmen. Erst dann kann der heilsame Prozess der Verwandlung beginnen. Erst dann können wir die schwierigen Gefühle wie Zorn, Wut, Hass, Neid und Eifersucht in Liebe verwandeln.

Wohin kann uns dieser Weg führen?

Hin zu den vier großen F

Freiheit – Freude – Frieden – Fülle

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